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Aquaplaning-Unfall: Unfallwagen verkaufen & Tipps

Auto bei starkem Regen und Aquaplaning auf nasser Fahrbahn - Unfallwagen nach Aquaplaning verkaufen.

Aquaplaning: Richtig reagieren & Unfallwagen nach Aquaplaning verkaufen

Starker Regen, Wasser in den Spurrillen und plötzlich reagiert das Auto kaum noch auf Lenkbewegungen: Aquaplaning gehört zu den gefährlichsten Situationen bei nasser Fahrbahn. Schwimmen die Reifen auf einem Wasserfilm auf, verlieren sie teilweise oder vollständig den Kontakt zur Straße.

Kommt es dabei zu einem Unfall, können die Schäden weit über ein paar Kratzer oder eine beschädigte Felge hinausgehen. Fahrwerk, Achsen, Lenkung, Karosserie und sogar die Fahrzeugelektronik können betroffen sein.

Doch wie reagierst du bei Aquaplaning richtig? Welche Schäden solltest du nach einem Unfall überprüfen lassen? Und wann lohnt es sich, einen Unfallwagen nach Aquaplaning zu verkaufen, anstatt mehrere Tausend Euro in die Reparatur zu investieren?

Was ist Aquaplaning?

Von Aquaplaning spricht man, wenn die Reifen das Wasser auf der Fahrbahn nicht mehr ausreichend verdrängen können. Zwischen Reifen und Straße bildet sich ein Wasserfilm und das Fahrzeug beginnt aufzuschwimmen.

Die Folge: Die Reifen können Lenk-, Brems- und Antriebskräfte nur noch eingeschränkt oder zeitweise gar nicht auf die Straße übertragen.

Besonders hoch ist das Risiko bei:

  • starkem oder länger anhaltendem Regen,
  • Wasseransammlungen und tiefen Spurrillen,
  • hoher Geschwindigkeit,
  • geringer Profiltiefe der Reifen,
  • ungünstigem Reifendruck,
  • breiten Reifen sowie
  • schlechten oder unebenen Straßenoberflächen.

Eine feste Geschwindigkeit, ab der Aquaplaning beginnt, gibt es deshalb nicht. Entscheidend ist immer das Zusammenspiel aus Geschwindigkeit, Wassermenge, Reifen und Fahrbahn.

Woran erkennst du Aquaplaning?

Aquaplaning kann sehr plötzlich auftreten. Typische Anzeichen sind ein ungewöhnlich leichtgängiges Lenkrad, fehlende Reaktion auf Lenkbewegungen oder ein plötzliches Hochdrehen des Motors bei angetriebenen Rädern.

Auch veränderte Fahrgeräusche oder das Gefühl, dass das Fahrzeug regelrecht über die Straße gleitet, können Hinweise sein.

Spätestens dann gilt: keine hektischen Manöver.

Was tun bei Aquaplaning?

Gerät dein Auto ins Aquaplaning, solltest du möglichst ruhig und kontrolliert reagieren.

Nimm den Fuß vom Gas. Vermeide abruptes Beschleunigen oder starkes Bremsen.

Halte das Lenkrad möglichst ruhig. Große oder hektische Lenkbewegungen können besonders problematisch werden, sobald die Reifen wieder Kontakt zur Fahrbahn bekommen.

Bei einem Schaltwagen kannst du auskuppeln. Dadurch werden zusätzliche Antriebskräfte an den Rädern vermieden.

Warte, bis die Reifen wieder Kontakt zur Straße haben. Erst wenn das Fahrzeug wieder kontrollierbar ist, solltest du vorsichtig lenken oder bremsen.

Bei Fahrzeugen mit Automatik solltest du während der Gefahrensituation keine hektischen Schaltvorgänge durchführen, sondern vor allem das Gas wegnehmen und das Fahrzeug stabil halten.

Können ESP und ABS Aquaplaning verhindern?

Moderne Assistenzsysteme erhöhen grundsätzlich die Fahrsicherheit - die physikalischen Grenzen können sie aber nicht aufheben.

ESP verhindert Aquaplaning nicht. Das System kann stabilisierend eingreifen, wenn einzelne Räder noch ausreichend Kontakt zur Fahrbahn besitzen. Schwimmt ein Reifen vollständig auf, fehlt jedoch die notwendige Haftung für einen wirkungsvollen Eingriff.

Ähnliches gilt für das ABS. Es verhindert beim Bremsen das Blockieren der Räder, kann aber keinen Straßenkontakt herstellen, solange der Reifen auf dem Wasserfilm gleitet.

Die wichtigste Vorsorge bleibt deshalb eine der jeweiligen Situation angepasste Geschwindigkeit.

Aquaplaning vermeiden: Darauf solltest du bei Starkregen achten

Das Risiko lässt sich mit einigen einfachen Maßnahmen deutlich reduzieren:

  • Geschwindigkeit bei starkem Regen frühzeitig verringern
  • ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug halten
  • Wasseransammlungen und tiefe Spurrillen möglichst meiden
  • Profiltiefe und Zustand der Reifen regelmäßig kontrollieren
  • vorgeschriebenen Reifendruck beachten
  • abrupte Lenk- und Bremsmanöver vermeiden
  • Tempomat bei problematischen Straßen- und Wetterbedingungen besser nicht verwenden

Die gesetzliche Mindestprofiltiefe für Pkw-Reifen beträgt in Deutschland 1,6 Millimeter. Für die Fahrsicherheit bei Nässe sollte jedoch nicht erst gewartet werden, bis diese Grenze erreicht ist.

Unfall durch Aquaplaning - was solltest du danach tun?

Ist es trotz aller Vorsicht zu einem Unfall gekommen, steht zunächst die Sicherheit im Vordergrund. Sichere die Unfallstelle, bringe dich und andere Beteiligte nach Möglichkeit aus dem Gefahrenbereich und verständige bei Bedarf Polizei und Rettungsdienst.

Ein nicht mehr verkehrssicheres Fahrzeug solltest du keinesfalls einfach weiterfahren.

Das gilt auch dann, wenn der Schaden auf den ersten Blick überschaubar erscheint. Gerade nach einem Aufprall gegen einen Bordstein, eine Leitplanke oder ein anderes Fahrzeug können verdeckte Schäden vorhanden sein.

Welche Schäden können nach einem Aquaplaning-Unfall entstehen?

Typisch sind beispielsweise:

Felgen- und Reifenschäden: Ein harter Kontakt mit einem Bordstein kann Reifen und Felgen beschädigen.

Achs- und Fahrwerksschäden: Querlenker, Radaufhängung, Spurstangen oder Achskomponenten können sich verformen oder brechen.

Lenkungsschäden: Ein schief stehendes Lenkrad oder ungewöhnliches Lenkverhalten sollte nach einem Unfall immer überprüft werden.

Karosserie- und Rahmenschäden: Bei stärkeren Kollisionen können tragende Fahrzeugstrukturen betroffen sein.

Airbag-Schäden: Haben Airbags ausgelöst, entstehen neben den eigentlichen Karosserieschäden häufig erhebliche zusätzliche Reparaturkosten.

Elektronikschäden: Bei starkem Wasserkontakt können Sensoren, Steuergeräte, Steckverbindungen und andere elektrische Komponenten beeinträchtigt werden.

Gerade Schäden an Fahrwerk und Achsen solltest du nicht unterschätzen. Ein Fahrzeug kann äußerlich noch vergleichsweise gut aussehen und trotzdem nicht mehr verkehrssicher sein.

Nach Aquaplaning gegen den Bordstein - trotzdem weiterfahren?

Das ist keine gute Idee, wenn sich das Fahrzeug anschließend anders verhält als zuvor.

Warnzeichen sind beispielsweise:

  • Vibrationen am Lenkrad,
  • ungewöhnliche Geräusche,
  • ein Fahrzeug, das nach links oder rechts zieht,
  • ein schief stehendes Lenkrad,
  • Probleme beim Bremsen,
  • Warnleuchten im Cockpit oder
  • sichtbare Schäden an Reifen und Felgen.

Lass das Fahrzeug in diesem Fall überprüfen. Schäden an Achse, Radaufhängung oder Lenkung sind von außen nicht immer zuverlässig erkennbar.

Zahlt die Versicherung bei einem Aquaplaning-Unfall?

Welche Versicherung für den Schaden aufkommt, hängt vom konkreten Unfallhergang und deinem Versicherungsschutz ab.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung reguliert grundsätzlich berechtigte Schäden, die du anderen Verkehrsteilnehmern mit deinem Fahrzeug zufügst.

Für Schäden am eigenen Auto kann eine Vollkaskoversicherung relevant sein. Eine reine Teilkaskoversicherung deckt einen selbst verursachten Unfallschaden am eigenen Fahrzeug dagegen grundsätzlich nicht einfach deshalb ab, weil starker Regen oder Aquaplaning beteiligt war.

Bei grober Fahrlässigkeit, beispielsweise einer deutlich unangepassten Fahrweise, können je nach Versicherungsvertrag weitere Fragen zur Regulierung entstehen.

Deshalb solltest du bei einem größeren Schaden den konkreten Fall immer direkt mit deiner Versicherung klären.

Unfallwagen nach Aquaplaning reparieren oder verkaufen?

Nach der Schadensaufnahme kommt die wirtschaftlich wichtigste Frage: Lohnt sich die Reparatur noch?

Ein kleiner Blechschaden an einem relativ neuen und hochwertigen Fahrzeug kann problemlos reparaturwürdig sein. Anders sieht es aus, wenn mehrere kostspielige Bereiche gleichzeitig betroffen sind.

Ein Verkauf kann insbesondere interessant werden, wenn:

  • Achse oder Fahrwerk stark beschädigt sind,
  • tragende Karosserieteile betroffen sind,
  • mehrere Airbags ausgelöst haben,
  • zusätzlich Elektronikprobleme auftreten,
  • die Reparaturkosten einen großen Teil des Fahrzeugwertes erreichen,
  • ein wirtschaftlicher Totalschaden festgestellt wurde oder
  • du das finanzielle Risiko möglicher Folgeschäden nicht tragen möchtest.

Wichtig ist deshalb nicht allein die Höhe der Werkstattrechnung. Vergleiche die voraussichtlichen Gesamtkosten der Reparatur mit dem realistischen Fahrzeugwert nach der Instandsetzung.

Kann ich einen Unfallwagen unrepariert verkaufen?

Ja. Ein Unfallfahrzeug muss vor dem Verkauf nicht zwingend repariert werden.

Gerade bei größeren Schäden kann der Verkauf im Ist-Zustand sinnvoll sein. Du sparst dir die Vorfinanzierung der Reparatur und das Risiko, dass während der Arbeiten weitere Schäden entdeckt werden.

Gegenüber einem Käufer müssen bekannte Unfallschäden jedoch transparent angegeben werden.

Für die Bewertung sind unter anderem folgende Angaben hilfreich:

  • Marke und Modell
  • Baujahr
  • Kilometerstand
  • Motorisierung
  • Beschreibung des Unfallhergangs
  • bekannte Schäden
  • Fotos des Fahrzeugs
  • gegebenenfalls Kostenvoranschlag oder Gutachten

Je genauer der Schaden beschrieben werden kann, desto realistischer lässt sich der verbleibende Fahrzeugwert einschätzen.

Unfallwagen nach Aquaplaning an Autoankauf ADAM verkaufen

Du hattest einen Aquaplaning-Unfall und möchtest dein beschädigtes Auto nicht mehr reparieren lassen? Autoankauf ADAM kauft auch Unfallwagen mit größeren Schäden an.

Dabei spielt es keine Rolle, ob dein Fahrzeug beispielsweise einen Karosserieschaden, Achsschaden, ausgelöste Airbags oder einen wirtschaftlichen Totalschaden hat.

Du kannst uns die Fahrzeugdaten und Bilder bequem über das Online-Ankaufsformular oder per WhatsApp übermitteln. Auf dieser Grundlage können wir dein Fahrzeug bewerten und dir ein unverbindliches Angebot unterbreiten.

Kommt der Verkauf zustande, kann auch die Abholung des nicht mehr fahrbereiten Unfallwagens organisiert werden.

So musst du nicht erst mehrere Tausend Euro in eine Reparatur investieren, nur um das Auto anschließend verkaufen zu können.

Häufige Fragen zu Aquaplaning und Unfallwagen

Fazit: Nach einem Aquaplaning-Unfall genau rechnen

Aquaplaning lässt sich nicht in jeder Situation vollständig ausschließen. Mit angepasster Geschwindigkeit, ausreichendem Reifenprofil und einer vorausschauenden Fahrweise kannst du das Risiko jedoch erheblich reduzieren.

Kommt es trotzdem zu einem Unfall, solltest du insbesondere Schäden an Achsen, Fahrwerk, Lenkung und tragenden Fahrzeugteilen ernst nehmen. Auch vermeintlich kleine Kollisionen können teure Folgeschäden verursachen.

Lass den Schaden deshalb zunächst realistisch einschätzen und stelle anschließend Reparaturkosten und Fahrzeugwert gegenüber.

Ist die Instandsetzung wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll, kannst du deinen Unfallwagen nach Aquaplaning auch unrepariert verkaufen.

Hinweis

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt weder eine technische Begutachtung des Fahrzeugs noch eine individuelle Rechts- oder Versicherungsberatung. Ob ein Fahrzeug nach einem Unfall noch verkehrssicher ist und welche Versicherung für einen Schaden aufkommt, muss immer im konkreten Einzelfall beurteilt werden.

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