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Hohe Spritpreise: Diese Autos sind teuer im Unterhalt

Hohe Spritpreise an einer Tankstelle - verbrauchsstarke Autos sind besonders teuer im Unterhalt.

Tanken gehört für viele Autofahrer zu den größten laufenden Kosten. Besonders unangenehm wird es, wenn ein Fahrzeug ohnehin einen hohen Verbrauch hat. Ein Unterschied von nur zwei oder drei Litern auf 100 Kilometer kann bei hoher jährlicher Fahrleistung schnell mehrere Hundert Euro zusätzlich kosten.

Doch Verbrauch allein entscheidet nicht darüber, ob ein Auto teuer ist. Versicherung, Kfz-Steuer, Wartung, Reifen, Reparaturen und Wertverlust gehören ebenfalls zur Rechnung.

Wir zeigen Dir, welche Fahrzeuge bei hohen Spritpreisen besonders ins Geld gehen, worauf Du bei den tatsächlichen Unterhaltskosten achten solltest und wann es sinnvoll sein kann, über einen Fahrzeugwechsel nachzudenken.

Warum hohe Spritpreise große und leistungsstarke Autos besonders treffen

Die Rechnung ist einfach: Je mehr Liter ein Fahrzeug auf 100 Kilometer benötigt, desto stärker wirken sich steigende Kraftstoffpreise aus.

Ein Beispiel:

VerbrauchJahresfahrleistungKraftstoffbedarf
5 l/100 km15.000 km750 Liter
7 l/100 km15.000 km1.050 Liter
9 l/100 km15.000 km1.350 Liter
12 l/100 km15.000 km1.800 Liter

Zwischen einem Fahrzeug mit 5 Litern und einem mit 12 Litern Verbrauch liegen bei 15.000 Kilometern Fahrleistung 1.050 Liter Kraftstoff pro Jahr.

Je höher der Preis an der Tankstelle, desto deutlicher macht sich dieser Unterschied im Haushaltsbudget bemerkbar.

1. Große SUVs: Gewicht und Luftwiderstand kosten Kraftstoff

SUVs sind beliebt. Hohe Sitzposition, viel Platz und eine kräftige Optik sprechen viele Käufer an. Doch gerade größere Modelle bringen häufig zwei Nachteile mit:

  • hohes Fahrzeuggewicht
  • größere Stirnfläche und höherer Luftwiderstand
  • oftmals leistungsstarke Motoren
  • breite Reifen
  • teilweise permanenter oder zuschaltbarer Allradantrieb

Besonders ältere SUV-Generationen mit großen Benzinmotoren können dadurch hohe Verbrauchswerte erreichen.

Wer seinen SUV überwiegend für kurze Stadtfahrten und den täglichen Arbeitsweg nutzt, sollte deshalb prüfen, ob die Größe des Fahrzeugs tatsächlich benötigt wird.

Nicht jedes SUV ist automatisch ein Spritfresser

Eine pauschale Aussage wäre allerdings falsch. Moderne Hybrid-SUVs, kleinere Crossover sowie sparsame Diesel können deutlich effizienter sein als ältere und schwerere Modelle.

Entscheidend sind immer Motorisierung, Fahrzeuggewicht, Fahrprofil und tatsächlicher Verbrauch.

2. Sportwagen und leistungsstarke Limousinen

300, 400 oder sogar 500 PS machen Spaß - an der Tankstelle kann die Leistung jedoch teuer werden.

Vor allem leistungsstarke Benziner von BMW M, Mercedes-AMG, Audi S und RS sowie vergleichbare Sportmodelle erreichen bei entsprechender Fahrweise schnell zweistellige Verbrauchswerte.

Hinzu kommen weitere Kosten:

  • höhere Versicherungsbeiträge
  • große und teure Reifen
  • leistungsfähigere Bremsanlagen
  • höhere Wartungs- und Reparaturkosten
  • teilweise hohe Kfz-Steuer

Ein vermeintlich günstiger gebrauchter Sportwagen kann deshalb im laufenden Betrieb überraschend teuer werden.

3. Ältere Oberklasse-Fahrzeuge

Ein zehn oder fünfzehn Jahre alter Oberklassewagen kann auf dem Gebrauchtwagenmarkt erstaunlich günstig angeboten werden.

Genau hier lauert eine klassische Kostenfalle.

Mercedes S-Klasse, BMW 7er, Audi A8 und vergleichbare Fahrzeuge verlieren zwar erheblich an Marktwert - ihre ursprüngliche Technik wird dadurch aber nicht günstiger.

Neben einem hohen Kraftstoffverbrauch können Kosten entstehen für:

  • Luftfahrwerk
  • Automatikgetriebe
  • Elektronik
  • Assistenzsysteme
  • große Bremsanlagen
  • hochwertige Reifen
  • komplexe Motorentechnik

Ein niedriger Kaufpreis bedeutet deshalb keineswegs niedrige Unterhaltskosten.

4. Große Benziner mit wenig Jahresfahrleistung

Ein großer Benzinmotor muss nicht automatisch eine schlechte Entscheidung sein. Wer beispielsweise nur 3.000 oder 4.000 Kilometer im Jahr fährt, wird durch einen höheren Verbrauch wesentlich weniger belastet als ein Berufspendler.

Anders sieht es bei 15.000, 20.000 oder 30.000 Kilometern jährlich aus.

Hier können bereits kleine Verbrauchsunterschiede erhebliche Auswirkungen haben.

Deshalb solltest Du nicht nur fragen:

Wie viel verbraucht mein Auto?

Sondern:

Wie viele Liter verbrauche ich tatsächlich im Jahr?

5. Transporter und große Vans

Familien, Handwerker und Selbstständige sind häufig auf größere Fahrzeuge angewiesen. VW Transporter, Mercedes Vito, Mercedes Sprinter, Ford Transit oder vergleichbare Modelle bieten viel Platz und Nutzwert.

Leergewicht, Fahrzeughöhe und Zuladung erhöhen jedoch den Energiebedarf.

Besonders ältere Transporter können bei überwiegendem Stadtverkehr teuer werden. Kommen hohe Laufleistungen hinzu, spielen neben den Kraftstoffkosten auch Wartung und Verschleiß eine große Rolle.

Wer einen älteren Transporter nicht mehr benötigt, sollte daher prüfen, ob sich der weitere Betrieb wirtschaftlich noch lohnt.

6. Fahrzeuge mit Allradantrieb

Allrad bietet Vorteile bei Traktion, Anhängerbetrieb und schwierigen Straßenverhältnissen. Wer diese Vorteile tatsächlich benötigt, hat gute Gründe für 4x4.

Für viele Alltagsfahrer ist Allrad jedoch nicht zwingend notwendig.

Zusätzliche Komponenten können Gewicht, Verbrauch und Wartungsaufwand erhöhen. Bei älteren Fahrzeugen kommen mögliche Reparaturen am Allradsystem hinzu.

Auch hier gilt deshalb: Nicht die Ausstattung allein entscheidet, sondern der tatsächliche Nutzen im eigenen Alltag.

Der Verbrauch ist nur ein Teil der Autokosten

Wer über einen Fahrzeugwechsel nachdenkt, sollte nicht ausschließlich auf den Preis an der Tankstelle schauen.

Zu den tatsächlichen Fahrzeugkosten gehören unter anderem:

  • Kraftstoff bzw. Strom
  • Kfz-Steuer
  • Versicherung
  • Wartung und Inspektionen
  • Reifen
  • Verschleißteile
  • Reparaturen
  • Wertverlust

Ein sparsames Auto mit hohem Wertverlust kann unterm Strich teurer sein als ein etwas verbrauchsstärkeres Fahrzeug, das bereits einen Großteil seines Wertverlusts hinter sich hat.

Deshalb lohnt sich immer eine Gesamtkostenbetrachtung.

Beispiel: Was bringen 3 Liter weniger Verbrauch?

Nehmen wir zwei Fahrzeuge mit einer jährlichen Fahrleistung von 20.000 Kilometern:

Auto A: 9 l/100 km
Auto B: 6 l/100 km

Auto A benötigt jährlich etwa 1.800 Liter Kraftstoff, Auto B rund 1.200 Liter.

Das sind 600 Liter Unterschied pro Jahr.

Bei einem angenommenen Benzinpreis von 2,20 Euro pro Liter verursacht das verbrauchsstärkere Fahrzeug dadurch rund 1.320 Euro zusätzliche Kraftstoffkosten pro Jahr.

Nach drei Jahren summiert sich der Unterschied bereits auf rund 3.960 Euro - vorausgesetzt, Kraftstoffpreis und Fahrleistung bleiben ungefähr auf diesem Niveau.

Steigt der Literpreis zeitweise sogar auf 2,47 Euro, beträgt die Differenz bei gleicher Fahrleistung bereits 1.482 Euro pro Jahr.

Damit wird deutlich, warum sich ein Fahrzeugwechsel vor allem für Vielfahrer mit einem verbrauchsstarken Auto finanziell bemerkbar machen kann.

Wann lohnt es sich, ein verbrauchsstarkes Auto zu verkaufen?

Nur wegen einer vorübergehenden Preissteigerung an der Tankstelle solltest Du Dein Auto nicht vorschnell verkaufen.

Interessant wird ein Wechsel vor allem dann, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen:

  • Du fährst viele Kilometer im Jahr.
  • Dein Auto benötigt deutlich mehr Kraftstoff als vergleichbare Fahrzeuge.
  • Du brauchst Größe oder Leistung inzwischen nicht mehr.
  • Größere Reparaturen stehen bevor.
  • TÜV, Reifen oder Wartungsarbeiten werden bald fällig.
  • Das Fahrzeug hat bereits eine hohe Laufleistung.
  • Du möchtest ohnehin auf ein kleineres, sparsameres oder elektrifiziertes Fahrzeug wechseln.

Dann kann es sinnvoll sein, den aktuellen Fahrzeugwert zu ermitteln und die Kosten für die kommenden Jahre miteinander zu vergleichen.

Sprit sparen, ohne das Auto direkt zu wechseln

Nicht immer muss gleich ein neues Fahrzeug her. Auch die Fahrweise beeinflusst den Verbrauch erheblich.

Hilfreich sind beispielsweise:

  • vorausschauendes Fahren
  • unnötiges Beschleunigen und Bremsen vermeiden
  • korrekter Reifendruck
  • unnötige Ladung aus dem Fahrzeug entfernen
  • Dachboxen und Dachträger nach Gebrauch abbauen
  • Kurzstrecken reduzieren
  • bei Automatikfahrzeugen den Eco-Modus nutzen
  • Klimaanlage und andere große Verbraucher bewusst einsetzen

Vor allem bei hoher Jahresfahrleistung können sich kleine Verbesserungen über das Jahr deutlich bemerkbar machen.

Teures Auto behalten oder verkaufen?

Am Ende ist die Entscheidung individuell.

Ein großer SUV kann für eine fünfköpfige Familie genau das richtige Fahrzeug sein. Ein Transporter kann für einen Handwerksbetrieb unverzichtbar sein. Und wer seinen Sportwagen nur am Wochenende bewegt, wird einen hohen Verbrauch möglicherweise bewusst akzeptieren.

Problematisch wird es erst, wenn Kosten und tatsächlicher Nutzen nicht mehr zusammenpassen.

Fährst Du beispielsweise täglich allein mit einem großen SUV zur Arbeit oder benötigst Deinen früher als Familienauto genutzten Van nicht mehr, kann ein kleineres Fahrzeug langfristig deutlich günstiger sein.

Verbrauchsstarkes Auto verkaufen - auch mit Defekten

Du möchtest Dich von Deinem bisherigen Fahrzeug trennen? Autoankauf ADAM kauft nicht nur gepflegte Gebrauchtwagen an.

Auch Fahrzeuge mit:

  • Motorschaden
  • Getriebeschaden
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  • hoher Laufleistung
  • fehlendem TÜV
  • Elektronikproblemen
  • anderen technischen Defekten

können für einen Ankauf interessant sein.

Du übermittelst uns die wichtigsten Fahrzeugdaten und - wenn möglich - einige Bilder. Anschließend prüfen wir Dein Fahrzeug und erstellen Dir ein individuelles Angebot.

Bei einer Einigung kann die Abholung bundesweit organisiert werden. So musst Du ein defektes oder nicht mehr wirtschaftliches Fahrzeug nicht erst aufwendig reparieren, bevor Du es verkaufen kannst.

Weitere Ratgeber

Fazit: Hoher Verbrauch fällt bei hohen Spritpreisen besonders auf

Große SUVs, leistungsstarke Benziner, Sportwagen, ältere Oberklassemodelle sowie große Vans und Transporter können hohe Kraftstoffkosten verursachen. Entscheidend ist jedoch nicht allein die Fahrzeugklasse.

Verbrauch, Jahresfahrleistung, Wartung, Reparaturrisiko, Versicherung und Wertverlust gehören gemeinsam auf den Prüfstand.

Wer nur wenige Kilometer fährt und mit seinem Fahrzeug zufrieden ist, muss wegen hoher Spritpreise nicht automatisch wechseln. Bei hoher Fahrleistung und einem deutlich überdurchschnittlichen Verbrauch kann ein sparsameres Fahrzeug dagegen langfristig viel Geld sparen.

Hinweis von Autoankauf ADAM

Du bist unsicher, ob sich größere Reparaturen oder der weitere Betrieb Deines Autos noch lohnen? Lass zunächst den aktuellen Fahrzeugwert prüfen. Auch ältere, verbrauchsstarke oder bereits defekte Fahrzeuge können noch einen interessanten Restwert besitzen.

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